Implan­to­lo­gie Narkose  

Es han­delt sich hier­bei um einen medi­ka­men­tös her­bei­ge­führ­ten, kon­trol­lier­ten Zustand der Bewusst­lo­sig­keit unter pro­fes­sio­nel­ler Überwachung

Eine kie­fer­chir­ur­gi­sche Behand­lung wird von kei­nem Men­schen als ange­nehm emp­fun­den. Immer häu­fi­ger zie­hen gut infor­mierte Pati­en­ten daher den schmerz­lo­sen Schlaf einer Nar­kose der örtli­chen Betäu­bung zur Durch­füh­rung einer Ope­ra­tion vor. Hier­bei beschränkt sich das Erle­ben des Ein­griffs auf das Anle­gen eines Venenzugangs.

Es ist uns sehr wich­tig, dass bei allen Nar­ko­se­ver­fah­ren unan­ge­nehme oder schmerz­hafte Mani­pu­la­tio­nen natür­lich erst aus­ge­führt wer­den, nach­dem die Medi­ka­mente in der benö­tig­ten Menge ver­ab­reicht wor­den sind, und der Pati­ent ein­ge­schla­fen ist

In vie­len Operations- und Ein­griffs­räu­men kön­nen alle zeit­ge­mä­ßen und somit scho­nen­den Nar­ko­se­ver­fah­ren wie die Voll­nar­kose, der Däm­mer­schlaf (Analgo-Sedierung) und das Moni­to­ring sowohl ambu­lant als auch sta­tio­när mit betreu­ter Über­nach­tungs­mög­lich­keit ange­bo­ten werden.

Voll­nar­kose oder Allgemeinanästhesie

Die All­ge­mein­an­äs­the­sie bewirkt eine vor­über­ge­hende, also zeit­lich begrenzte Aus­schal­tung des Bewusst­seins, der Schmerz­emp­fin­dung und der akti­ven Bewe­gungs­fä­hig­keit der Mus­keln, d.h. der Pati­ent liegt abso­lut ruhig und unbe­weg­lich im Tief­schlaf. Ein typi­sches Merk­mal der Voll­nar­kose ist der Ver­lust aller Reflexe, die unter ande­rem auch die Atem­wege schüt­zen, sodass hier­bei eine Beat­mung über einen Schlauch, den soge­nann­ten Tubus durch­ge­führt wird, um die Lunge opti­mal zu sichern.

Pati­en­ten erle­ben eine Voll­nar­kose, die nicht nur appa­ra­tiv, son­dern auch medi­ka­men­tös nach den moderns­ten Stan­dards durch­ge­führt wird, durch­weg posi­tiv und entspannend.

Däm­mer­schlaf oder Analgo-Sedierung

Die Analgo-Sedierung ist ein durch beru­hi­gend wir­kende Medi­ka­mente her­vor­ge­ru­fe­ner Zustand, bei dem eine voll­stän­dige Ent­span­nung erreicht wird. Der Pati­ent wird dabei in einen schla­fähn­li­chen Zustand ver­setzt, er atmet selbst­stän­dig, kann sich bewe­gen und auf Berüh­run­gen und ein­fa­che ver­bale Anspra­chen des Behand­lers („ Bitte den Mund öffnen!“) reagieren.

90% der Pati­en­ten erin­nern sich nach einem Däm­mer­schlaf nicht mehr an die Behand­lung, die ver­blei­ben­den 10% beschrei­ben die Ereig­nisse allen­falls bruch­stück­haft, dabei aber immer als angenehm.

Die Schmerz­the­ra­pie für die Zeit nach der Ope­ra­tion beginnt mit einer örtli­chen Betäu­bung des Ope­ra­ti­ons­fel­des, sodass der erwa­chende Pati­ent nur die Miss­emp­fin­dung der Lokalan­äs­the­sie, jedoch kei­ner­lei Ope­ra­ti­ons­schmer­zen verspürt.

Wann kön­nen wir ein Nar­ko­se­ver­fah­ren empfehlen?

Ängst­li­che Kin­der und Jugend­li­che, die einen chir­ur­gi­schen Ein­griff als regel­recht bedroh­lich anse­hen, soll­ten durch eine pro­fes­sio­nell geführte Nar­kose abge­schirmt werden.

Für unru­hige und emp­find­same Erwach­sene ist eine Ope­ra­tion, die in der ana­to­mi­schen Nach­bar­schaft von emp­find­li­chen Struk­tu­ren wie Ner­ven und Gefä­ßen durch­ge­führt wird, nur durch eine All­ge­mein­an­äs­the­sie oder eine Analgo-Sedierung opti­mal sicher durch­führ­bar. Unwill­kür­li­che Bewe­gun­gen mit der Gefahr der Ver­let­zung sind dann ausgeschlossen.

Pati­en­ten, die unter deut­lich gestei­ger­tem Würge– oder Schluck­re­flex lei­den, die also kaum die Fin­ger des Behand­lers am oder gar im Mund ertra­gen kön­nen, las­sen sich unter einem Nar­ko­se­ver­fah­ren pro­blem­los behandeln.

Wir befür­wor­ten eine Nar­kose bei Pati­en­ten mit schwer­wie­gen­den inter­nis­ti­schen Erkran­kun­gen, wie z.B. Herz-Kreislauf-Störungen. Hier geht es in ers­ter Linie um eine Ver­min­de­rung einer zusätz­li­chen und dann viel­leicht über­mä­ßi­gen Belastung.

…oder – nicht zuletzt – wenn die Pati­en­ten von der Behand­lung ein­fach nichts mit­be­kom­men wollen…