Botu­li­num­to­xin (Botox) macht unsym­pa­thisch und emo­tio­nal blind

krimar – fotolia.com

Was den­ken andere Men­schen über Frauen, die mit­hilfe von Botu­li­num­to­xin (Botox) ihre Fal­ten bekämp­fen? Offen­sicht­lich nicht gerade das Beste, wie eine Stu­die der Uni­ver­si­tät Toronto nun bele­gen konnte.

Die Aus­wer­tung der Anga­ben der Stu­di­en­teil­neh­mer ergab, dass Frauen umso posi­ti­ver wahr­ge­nom­men wer­den, je weni­ger sie gegen die Zei­chen der Zeit unter­neh­men. Benut­ze­rin­nen von Botu­li­num­to­xin wur­den als kühl und eitel ein­ge­stuft. Ins­be­son­dere ältere Teil­neh­mer hat­ten kei­ner­lei Ver­ständ­nis für Ver­schö­ne­rungs­ver­su­che im Zei­chen der Nadel. Wäh­rend sich gebo­toxte Frauen die posi­tive Wahr­neh­mung durch Dritte kon­se­quent ver­scherz­ten, wurde die Ver­wen­dung kon­ven­tio­nel­ler Hilfs­mit­tel wie Anti­fal­ten­cremes als weni­ger schlimm eingestuft.

Wie kommt es zu die­ser Ein­schät­zung? Tat­säch­lich lagen die Stu­di­en­teil­neh­mer mit ihrem Urteil intui­tiv kei­nes­wegs falsch. Denn Botu­li­num­to­xin macht seine Anwen­de­rin­nen gewis­ser­ma­ßen emo­tio­nal blind. Um unser Gegen­über zu ver­ste­hen, ahmen wir unbe­wusst des­sen Mimik nach. Da die Gesichts­züge unter Botu­li­num­to­xin nicht mehr so fle­xi­bel sind, gelingt dies nicht mehr so gut. So fällt es gebo­tox­ten Frauen schwe­rer, die Gefühle ande­rer zu deu­ten und nach­zu­voll­zie­hen. Also macht Botu­li­num­to­xin doch irgendwo ein biss­chen doof. Aber das haben wir ja schon immer geahnt, oder?

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