Was denken andere Menschen über Frauen, die mithilfe von Botulinumtoxin (Botox) ihre Falten bekämpfen? Offensichtlich nicht gerade das Beste, wie eine Studie der Universität Toronto nun belegen konnte.
Die Auswertung der Angaben der Studienteilnehmer ergab, dass Frauen umso positiver wahrgenommen werden, je weniger sie gegen die Zeichen der Zeit unternehmen. Benutzerinnen von Botulinumtoxin wurden als kühl und eitel eingestuft. Insbesondere ältere Teilnehmer hatten keinerlei Verständnis für Verschönerungsversuche im Zeichen der Nadel. Während sich gebotoxte Frauen die positive Wahrnehmung durch Dritte konsequent verscherzten, wurde die Verwendung konventioneller Hilfsmittel wie Antifaltencremes als weniger schlimm eingestuft.
Wie kommt es zu dieser Einschätzung? Tatsächlich lagen die Studienteilnehmer mit ihrem Urteil intuitiv keineswegs falsch. Denn Botulinumtoxin macht seine Anwenderinnen gewissermaßen emotional blind. Um unser Gegenüber zu verstehen, ahmen wir unbewusst dessen Mimik nach. Da die Gesichtszüge unter Botulinumtoxin nicht mehr so flexibel sind, gelingt dies nicht mehr so gut. So fällt es gebotoxten Frauen schwerer, die Gefühle anderer zu deuten und nachzuvollziehen. Also macht Botulinumtoxin doch irgendwo ein bisschen doof. Aber das haben wir ja schon immer geahnt, oder?
















