Kein Grund, rot zu wer­den - Laser gegen Couperose

Pflege allein hilft langfristig nicht. Foto: iStockphoto
Fle­ckige Wan­gen und eine Nase wie Rudolph, das Ren­tier: Cou­pero­se­pa­ti­en­ten haben wirk­lich nicht viel zu lachen. Doch die moderne Medi­zin macht jetzt Schluss mit dem per­ma­nen­ten Rotalarm: Wer den geplatz­ten Äder­chen mit kos­me­ti­schen Mit­teln nicht mehr bei­kommt, kann sie weg­la­sern las­sen. Einen beson­ders nach­hal­ti­gen Effekt erzielt die kom­bi­nierte Anwen­dung mit einer spe­zi­el­len Vitamin-K-Kur.

Rund fünf Pro­zent der Bevöl­ke­rung sieht beim Blick in den Spie­gel Rot: Die Betrof­fe­nen lei­den an Cou­perose, die in Form von röt­li­chen Äder­chen an Nase, Wan­gen und Stirn auf­tre­ten kann. Die Erkran­kung ist dabei haupt­säch­lich gene­tisch bedingt – ähnlich wie Bin­de­ge­webs­schwä­che oder die Ver­an­la­gung zu Krampf­adern. Der Aus­bruch der Cou­perose lässt sich daher in der Regel nur ver­zö­gern, nicht aber verhindern.

Obwohl Cou­perose weder gefähr­lich noch anste­ckend ist, gibt es zahl­rei­che Betrof­fene, die stark unter der Erkran­kung lei­den und fast alles dafür tun wür­den, die auf­fäl­li­gen Sym­ptome zum Ver­schwin­den zu brin­gen. Dank einer fort­schritt­li­chen Laser­the­ra­pie ist es inzwi­schen mög­lich, die Gefäße zu ver­öden und die läs­ti­gen Äder­chen so los­zu­wer­den. Dabei kom­men unter­schied­lich gepulste Laser­ar­ten zum Ein­satz. Am bes­ten geeig­net ist die Behand­lung mit lang­wel­li­gem Laser.

Eine beson­ders sanfte und effek­tive Tech­no­lo­gie bie­ten IPL-Geräte der zwei­ten Gene­ra­tion. Diese moderne Tech­no­lo­gie fil­tert den Infra­rot­be­reich her­aus, wodurch es zu einer gerin­ge­ren Wär­me­ent­wick­lung kommt. Der Laser dringt in die tie­fe­ren Gewe­be­schich­ten ein und wird dort von den erwei­ter­ten Blut­ge­fä­ßen absor­biert. Auf diese Weise ver­kle­ben die Gefäße der rot schim­mern­den Äder­chen, wäh­rend die obe­ren Haut­schich­ten geschont wer­den. Die schmerz­lose, ambu­lant durch­führ­bare Methode wird von eini­gen Pati­en­ten als etwas unan­ge­nehm emp­fun­den. Eine Sit­zung dau­ert zwi­schen zehn und 30 Minu­ten. Im Anschluss an die Behand­lung kön­nen vor­über­ge­hend Haut­rö­tun­gen und Juck­reiz auf­tre­ten. In die­sem Fall hilft es, die behan­del­ten Areale ein wenig zu küh­len. Manch­mal bil­den die behan­del­ten Stel­len einen leich­ten Schorf, der sich jedoch nach weni­gen Tagen ablöst.

Die Laser-Behandlung leis­tet etwas, das Kos­me­tik nicht schafft: Sie befreit die Haut voll­stän­dig von den Sym­pto­men. Das Ergeb­nis ist dabei dau­er­haft, da die gelaser­ten Äder­chen für immer ver­schwin­den. Bei einem ent­spre­chen­den Lebens­stil ist es aller­dings wahr­schein­lich, dass erneut Äder­chen plat­zen. Bei Bedarf muss die Behand­lung daher zu einem spä­te­ren Zeit­punkt wie­der­holt werden.

Einen nach­hal­ti­gen Effekt erzie­len Exper­ten mit einer zeit­gleich durch­ge­führ­ten Vitamin-K-Kur. Vit­amin K1 stärkt die Kapil­lare und erreicht, dass diese nach und nach weni­ger durch­läs­sig wer­den. Äder­chen kön­nen sich sogar zurück­bil­den. In Dop­pelb­lind­stu­dien zeigte sich eine 96% Wirk­sam­keit einer 5%-Vitamin-K-Creme nach einem Anwen­dungs­zeit­raum von 180 Tagen. Dar­über hin­aus ent­hal­ten die Pro­dukte Aktiv­stoffe, die nor­ma­li­sie­rend auf die Durch­blu­tung der Haut wir­ken. In Kom­bi­na­tion mit der Laser­the­ra­pie wer­den so opti­male Ergeb­nisse erzielt.

Die Kos­ten für eine Laser­be­hand­lung – zwi­schen 80 und 300 € – wer­den bis­lang nicht von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men. Je nach Aus­prä­gung der Cou­perose kön­nen bis zu vier Anwen­dun­gen nötig sein, um alle Äder­chen zu behan­deln. Den­noch sollte den Pati­en­ten bewusst sein, dass auch die Ver­wen­dung ent­spre­chen­der Cremes und Kos­me­tika über Jahre hin­weg eine beträcht­li­che Inves­ti­tion dar­stel­len kann. So gese­hen lässt beim Lasern unter Umstän­den letzt­lich doch noch Geld spa­ren – und außer­dem jede Menge Zeit und Nerven.

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