Som­mer­fe­rien für sen­si­ble Haut

Sensible Haut braucht ein Extra an Pflege. Foto: iStockphoto
Wann spre­chen Der­ma­to­lo­gen von sen­si­bler Haut?
Nur bei ein­deu­ti­gen Miss­emp­fin­dun­gen und Über­re­ak­tio­nen auf Fak­to­ren, die nor­male Haut mit intak­ter Haut­bar­riere gut ver­trägt. Sen­si­ble Haut kann sich nicht mehr aus­rei­chend schützen.

Wel­che Sym­ptome sind das?

Bren­nen, Juck­reiz, Span­nungs­ge­fühl, all­er­gi­sche Reak­tio­nen oder Stö­run­gen durch Haut­er­kran­kun­gen. Ähnli­che Sym­ptome ken­nen auch andere Haut­ty­pen, ohne des­halb als sen­si­bel zu gel­ten: Tro­ckene Haut kann schup­pen und sich röten, weil ihr Feuch­tig­keit fehlt. Misch­haut neigt zu Pickeln und Mitessern.

Wo lie­gen die Ursachen?

Als ursäch­lich wer­den Über­pfle­gung, Ver­an­la­gung, Umwelt­be­din­gun­gen und psy­cho­so­ma­ti­sche Zusam­men­hänge dis­ku­tiert. Bei nor­ma­ler Haut sind ver­schie­dene Aus­lö­ser mög­lich, etwa starke Feuch­tig­keit oder Tro­cken­heit der Luft, kalk­hal­ti­ges Was­ser, UV-Strahlung, Luft­ver­schmut­zung, Tabak, Alko­hol, Gewürze, Stress, Medi­ka­mente, Rasur oder Epilation.

Wie pflegt man zu Emp­find­lich­keit nei­gende Haut?

Ent­schei­dend ist ein Mini­mum an Inhalts­stof­fen. Duft- und Kon­ser­vie­rungs­stoffe kön­nen All­er­gien aus­lö­sen, Mine­ral­öle sind nicht zu emp­feh­len. Rei­ni­gungs­pro­dukte – ideal sind Öle – soll­ten dem haut­ei­ge­nen pH-Wert von zirka 5,5 ent­spre­chen und mit einem Wat­te­pad ent­fernt wer­den; zuviel Was­ser macht sen­si­ble Haut spröde. Statt Pee­lings die Haut mit einem Gesichts­bürst­chen mit sehr wei­chen Bors­ten mas­sie­ren, das regt die Durch­blu­tung an. Vor­sicht bei äthe­ri­schen Ölen, die in Natur­kos­me­tik gern zur Kon­ser­vie­rung ver­wen­det wer­den: Sie drin­gen tief in die Haut ein. Frucht­säu­ren machen die Haut dün­ner und emp­find­li­cher.
Was ist im Früh­jahr und Som­mer zu beachten?

Sonne, Licht und Wärme las­sen zwar die Seele auf­at­men, doch emp­find­li­che Haut hat daran nur wenig Freude. Sie rea­giert auf die direkte Son­nen­ein­strah­lung nach den dunk­len Mona­ten oft­mals emp­find­lich und muss sich erst lang­sam akkli­ma­ti­sie­ren. Für die Nacht­pflege emp­feh­len sich jetzt feuch­tig­keits­spen­dende und rück­fet­tende Cremes. Tags­über genü­gend eine leichte Pflege, die auf jeden Fall einen UV-Filter ent­hal­ten sollte. Dar­über hin­aus soll­ten Men­schen mit emp­find­li­cher Haut auf lange Son­nen­bä­der ver­zich­ten sowie zwi­schen 11 und 16 Uhr die direkte Son­nen­ein­strah­lung meiden.

Wie ist wirk­lich sen­si­ble Haut zu pflegen?

Bei into­le­ran­ter Haut muss Kos­me­tik hypo­all­er­gen und emul­ga­to­ren­frei sein. Diese Geschmei­dig­ma­cher lösen das Haut­fett und machen es mit Was­ser misch­bar. Der Schutz­film wird regel­recht aus­ge­wa­schen. Gerö­tete Haut zeigt oft Durch­blu­tungs­pro­bleme und ist Ver­an­la­gung. Um die Mikro­zir­ku­la­tion zu ver­bes­sern, die Gefäß­wände und den Hydro­li­pid­film zu stär­ken, gilt für die­sen Typ: Weni­ger ist mehr. Eine sei­fen­freie Rei­ni­gung mit lau­war­mem Was­ser reicht aus, auf Duft- und Kon­ser­vie­rungs­stoffe bitte ver­zich­ten. Scho­nende Wirk­stoffe wie Ther­mal­was­ser sind erlaubt, Mäu­se­dorn­ex­trakt sta­bi­li­siert, strafft und mil­dert Rötun­gen. Echin­acea­ex­trakt ver­hin­dert oder hemmt Ent­zün­dun­gen. Für irri­tierte Haut, die schuppt und spannt, sind Pro­dukte sinn­voll, die bei­spiels­weise die haut­ver­wandte Derma-Membran-Struktur (DMS) ent­hal­ten. DMS stärkt die obe­ren Haut­schich­ten und trans­por­tiert Wirk­stoffe schnell in tie­fere Hautschichten.

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