Für die Studie wurden stichprobenartig normalgewichtige Frauen ausgewählt, die sich die sogenannten Reiterhosen (Fettpolster an den äußeren Oberschenkeln) und Fett am Unterbauch absaugen ließen. Andere Frauen kamen zu Vergleichszwecken in eine Kontrollgruppe ohne OP. Ihnen wurde dafür eine vergünstigte Fettabsaugung nach Ende der Studie in Aussicht gestellt.
Das Resultat nach dem Eingriff: Das Fett kehrte ein Jahr später zurück. Allerdings nicht dort, wo es abgesaugt wurde, sondern, wie Fett-Scans zeigten, an anderen Körperstellen wie beispielsweise an Oberbauch, an den Schultern und dem Trizeps.
Wie kann das passieren? Die Antwort auf diese Frage liegt in den Genen. Eine Liposuktion zerstört die Fischnetz-Struktur unter der Haut, also die Region, in der die Fettzellen angesiedelt sind. Laut Übergewichtsexperten „verteidigt“ der Körper aber sein Fett und die Anzahl seiner Fettzellen. Das heißt: Wird an einer Stelle Fett abgesaugt, entstehen die nun „fehlenden“ Fettzellen an anderen Stellen neu. Die Gesamtfettmenge des Körpers nimmt durch eine Liposuktion zunächst vorläufig ab. Viele Patienten erreichen jedoch nach einigen Monaten wieder ihr ursprüngliches Gewicht (Wohlfühlgewicht) – allerdings mit einem anders verteilten Unterhautfettgewebe. Das kann beispielsweise bei ursprünglich schmalem Oberkörper und breiten Oberschenkeln sogar wünschenswert sein. Von den Frauen in der Kontrollgruppe, die nicht operiert wurden, entschied sich daher die Hälfte trotz der überraschenden Studienergebnisse für eine Fettabsaugung.
Insgesamt lässt sich feststellen: Viele Menschen, die schon sehr lange an diätresistenten lokalen Fettpolstern leide, wollen diese meist unbedingt loswerden. Dafür eignet sich die Liposuktion hervorragend. Grundsätzlich geht es dabei nicht um eine Reduktion des Gesamtkörpergewichts, sondern darum, dem Körper schönere und harmonischere Konturen zu verleihen.















