Gesäßvergrößerung
Einen Po wie J.Lo – der Traum vieler Frauen kann Wirklichkeit werden. Auch wenn die Gesäßvergrößerung bisher in Deutschland eher selten gewünscht wird, weltweit zeigt man schon heute gerne etwas mehr Po. Es gibt zwei verschiedene Varianten, das Gesäß zu vergrößern:
Bei der Fettverpflanzung wird zunächst Fett vom Bauch oder der Innenseite der Knie mit einem besonders schonendem Verfahren abgesaugt. Das Fett wird anschließend steril aufbereitet und die Fettpartikel konzentriert. Durch besondere Injektionskanülen wird mit winzigen Einstichen in der Pofalte das Eigenfett an die gewünschten Stellen implantiert. Der Eingriff kann unter örtlicher Narkose ambulant durchgeführt werden. Die Menge des Fettgewebes, die verpflanzt werden kann, ist begrenzt. Das verpflanzte Fett wird im Laufe der Zeit vom Körper teilweise abgebaut, so dass bis zum Erreichen des gewünschten Ergebnisses auch wiederholte Behandlungen erfolgen können.
„Eine andere Variante ist die Povergrößerung durch ein Silikongelimplantat. Um das Implantat einsetzen zu können, wird ein kaum sichtbarer, senkrechter Hautschnitt in der Pofalte über dem Steißbein gemacht und unter dem großen Gesäßmuskel eine Implantattasche gebildet“, beschreibt Dr. med. Jörg Blesse, Leitender Arzt der Clinic im Centrum Bielefeld. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Es empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Tagen, um den postoperativen Verlauf zu beobachten. Die Povergrößerung durch ein Silikongelimplantat kann ein Leben lang Freude bereiten. Voraussetzung ist die Unversehrtheit des Implantats. Wie bei einer Brustvergrößerung durch Implantate, kann es auch bei der Gesäßvergrößerung zu einer Kapselbildung um das Implantat kommen. Durch moderne Operationsmethoden und qualitativ hochwertige Implantate mit einer rauen Oberfläche wird dieses Risiko minimiert.
„Der Po wird indirekt auch über die Oberschenkel definiert. Deswegen sollte bei dem Wunsch nach einer optimierten Po-Form und Größe immer auch eine Betrachtung der Oberschenkeln erfolgen. Eine Verbesserung der Körperkontur in diesem Bereich (Reiterhosen und Oberschenkelrückseiten) durch Fettabsaugung verbessert das Gesamtbild. Wenn die Oberschenkel schlank sind, guckt der Po automatisch weiter raus und kommt besser zur Geltung“, merkt Dr. Blesse an.
Gesäßverkleinerung und Gesäßstraffung
„Ist mein Po zu dick?“ – garantiert eine der beliebtesten Fragen an den Partner, während man sich vor dem Spiegel in seinem neuen Outfit begutachtet. Frauen, aber auch Männer, die trotz intensivster Bemühungen durch gezieltes Training und Diäten, keine Verkleinerung ihres Pos erreichen, unterziehen sich immer häufiger einer operativen Gesäßverkleinerung und/ oder einer Gesäßstraffung.
Durch die Fettabsaugung (Liposuktion) kann das Gesäßvolumen reduziert werden. Feine Kanülen werden dabei in die Gegenden eingeführt, in denen das Fett abgesaugt werden soll. Der Eingriff kann sowohl unter Vollnarkose als auch mit Lokalanästhesie durchgeführt werden.
Nach einer erheblichen Gewichtsreduktion kann es auch am Gesäß dazu kommen, dass die Haut herunter hängt. In diesem Fall ist eine Gesäßstraffung empfehlenswert. Die Schnitte bei diesem Eingriff verlaufen entweder in der Pofalte oder oberhalb des Pos im Gürtelbereich. Bei der Schnittführung im Gürtelbereich bleiben sichtbare Narben. Das ist aber auch der einzige Nachteil im Vergleich zum Schnitt in der Gesäßfalte. Die Straffung wird durch das Entfernen der überschüssigen Haut erreicht. Eine Gesäßstraffung wird ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt. Patienten können anschließend auf eigenes Risiko nach Hause entlassen werden, es ist aber ratsam, einen stationären Aufenthalt von ein bis zwei Tagen einzuplanen.
Ob ein bisschen zu groß, zu platt oder zu klein, geringfügige Schönheitsmakel fördern die Individualität eines jeden Menschen. Operative Eingriffe werden von seriösen Ärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie nur dann durchgeführt, wenn der Patient erheblich unter seinem äußeren Erscheinungsbild leidet oder sich gesundheitliche Probleme manifestieren. Auf keinen Fall wird dem Patienten versprochen, dass das Abbild eines Idols geschaffen werden kann.
Informationen zu Plastisch-Ästhetischen Eingriffen und Tipps für die richtige Arztwahl finden sich im Internet auf den Seiten von entsprechenden Fachverbänden, wie beispielsweise der DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie).















