Apfel oder Birne? - Hier geht es um den Po!

Apfel oder Birne? - Hier geht es um den Po! Foto: Lev Dolgatsjov - Fotolia.com

Wie viel Pro­zent der Män­ner und Frauen bei dem jeweils ande­ren Geschlecht als ers­tes einen Blick auf den Po ris­kie­ren, ist sta­tis­tisch nicht erfasst. Fakt ist aber, dass Po-Modellierungen im Trend lie­gen. Dank der Plastisch-Ästhetischen Chir­ur­gie gibt es heut­zu­tage ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten, die Form des Pos zu opti­mie­ren und somit die Bli­cke auf sich, bzw. den Po zu len­ken. Ein­griffe am Po wer­den immer häu­fi­ger auch von Män­nern gewünscht und erzie­len bei bei­den Geschlech­tern gran­diose Erfolge. Fol­gende Metho­den gibt es, um den Po etwas „aufzupeppen“

Gesäß­ver­grö­ße­rung

Einen Po wie J.Lo – der Traum vie­ler Frauen kann Wirk­lich­keit wer­den. Auch wenn die Gesäß­ver­grö­ße­rung bis­her in Deutsch­land eher sel­ten gewünscht wird, welt­weit zeigt man schon heute gerne etwas mehr Po. Es gibt zwei ver­schie­dene Vari­an­ten, das Gesäß zu vergrößern:

Bei der Fett­ver­pflan­zung wird zunächst Fett vom Bauch oder der Innen­seite der Knie mit einem beson­ders scho­nen­dem Ver­fah­ren abge­saugt. Das Fett wird anschlie­ßend ste­ril auf­be­rei­tet und die Fett­par­ti­kel kon­zen­triert. Durch beson­dere Injek­ti­ons­ka­nü­len wird mit win­zi­gen Ein­sti­chen in der Pofalte das Eigen­fett an die gewünsch­ten Stel­len implan­tiert. Der Ein­griff kann unter örtli­cher Nar­kose ambu­lant durch­ge­führt wer­den. Die Menge des Fett­ge­we­bes, die ver­pflanzt wer­den kann, ist begrenzt. Das ver­pflanzte Fett wird im Laufe der Zeit vom Kör­per teil­weise abge­baut, so dass bis zum Errei­chen des gewünsch­ten Ergeb­nis­ses auch wie­der­holte Behand­lun­gen erfol­gen können.

Eine andere Vari­ante ist die Pover­grö­ße­rung durch ein Sili­kon­gelim­plan­tat. Um das Implan­tat ein­set­zen zu kön­nen, wird ein kaum sicht­ba­rer, senk­rech­ter  Haut­schnitt in der Pofalte über dem Steiß­bein gemacht und unter dem gro­ßen Gesäß­mus­kel eine Implantat­ta­sche gebil­det“, beschreibt Dr. med. Jörg Blesse, Lei­ten­der Arzt der Cli­nic im Cen­trum Bie­le­feld. Der Ein­griff wird in Voll­nar­kose durch­ge­führt. Es emp­fiehlt sich ein sta­tio­nä­rer Auf­ent­halt von ein bis zwei Tagen, um den pos­tope­ra­ti­ven Ver­lauf zu beob­ach­ten. Die Pover­grö­ße­rung durch ein Sili­kon­gelim­plan­tat kann ein Leben lang Freude berei­ten. Vor­aus­set­zung ist die Unver­sehrt­heit des Implan­tats. Wie bei einer Brust­ver­grö­ße­rung durch Implan­tate, kann es auch bei der Gesäß­ver­grö­ße­rung zu einer Kap­sel­bil­dung um das Implan­tat kom­men. Durch moderne Ope­ra­ti­ons­me­tho­den und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Implan­tate mit einer rauen Ober­flä­che wird die­ses Risiko minimiert.

Der Po wird indi­rekt auch über die Ober­schen­kel defi­niert. Des­we­gen sollte bei dem Wunsch nach einer opti­mier­ten Po-Form und Größe immer auch eine Betrach­tung der Ober­schen­keln erfol­gen.  Eine Ver­bes­se­rung der Kör­per­kon­tur in die­sem Bereich (Rei­ter­ho­sen und Ober­schen­kel­rück­sei­ten) durch Fett­ab­sau­gung ver­bes­sert das Gesamt­bild. Wenn die Ober­schen­kel schlank sind, guckt der Po auto­ma­tisch wei­ter raus und kommt bes­ser zur Gel­tung“, merkt Dr. Blesse an.

Gesäß­ver­klei­ne­rung und Gesäßstraffung

„Ist mein Po zu dick?“ – garan­tiert eine der belieb­tes­ten Fra­gen an den Part­ner, wäh­rend man sich vor dem Spie­gel in sei­nem neuen Out­fit begut­ach­tet. Frauen, aber auch Män­ner, die trotz inten­sivs­ter Bemü­hun­gen durch geziel­tes Trai­ning und Diä­ten, keine Ver­klei­ne­rung ihres Pos errei­chen, unter­zie­hen sich immer häu­fi­ger einer ope­ra­ti­ven Gesäß­ver­klei­ne­rung und/ oder einer Gesäßstraffung.

Durch die Fett­ab­sau­gung (Lipo­suk­tion) kann das Gesäß­vo­lu­men redu­ziert wer­den. Feine Kanü­len wer­den dabei in die Gegen­den ein­ge­führt, in denen das Fett abge­saugt wer­den soll. Der Ein­griff kann sowohl unter Voll­nar­kose als auch mit Lokalan­äs­the­sie durch­ge­führt werden.

Nach einer erheb­li­chen Gewichts­re­duk­tion kann es auch am Gesäß dazu kom­men, dass die Haut her­un­ter hängt. In die­sem Fall ist eine Gesäß­straf­fung emp­feh­lens­wert. Die Schnitte bei die­sem Ein­griff ver­lau­fen ent­we­der in der Pofalte oder ober­halb des Pos im Gür­tel­be­reich. Bei der Schnitt­füh­rung im Gür­tel­be­reich blei­ben sicht­bare Nar­ben. Das ist aber auch der ein­zige Nach­teil im Ver­gleich zum Schnitt in der Gesäß­falte. Die Straf­fung wird durch das Ent­fer­nen der über­schüs­si­gen Haut erreicht. Eine Gesäß­straf­fung wird aus­schließ­lich unter Voll­nar­kose durch­ge­führt. Pati­en­ten kön­nen anschlie­ßend auf eige­nes Risiko nach Hause ent­las­sen wer­den, es ist aber rat­sam, einen sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt von ein bis zwei Tagen einzuplanen.

Ob ein biss­chen zu groß, zu platt oder zu klein, gering­fü­gige Schön­heits­ma­kel för­dern die Indi­vi­dua­li­tät eines jeden Men­schen. Ope­ra­tive Ein­griffe wer­den von seriö­sen Ärzten für Plas­ti­sche und Ästhe­ti­sche Chir­ur­gie nur dann durch­ge­führt, wenn der Pati­ent erheb­lich unter sei­nem äuße­ren Erschei­nungs­bild lei­det oder sich gesund­heit­li­che Pro­bleme mani­fes­tie­ren. Auf kei­nen Fall wird dem Pati­en­ten ver­spro­chen, dass das Abbild eines Idols geschaf­fen wer­den kann.

Infor­ma­tio­nen zu Plastisch-Ästhetischen Ein­grif­fen und Tipps für die rich­tige Arzt­wahl fin­den sich im Inter­net auf den Sei­ten von ent­spre­chen­den Fach­ver­bän­den, wie bei­spiels­weise der DGÄPC (Deut­sche Gesell­schaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie).

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